
唐纳德·特朗普关于北约在阿富汗部署部队的争议性言论激怒了哈里王子。他在一份声明中表达了对这位美国总统的愤怒。
引发哈里王子反击的导火索是:周四,在瑞士达沃斯世界经济论坛期间,特朗普在接受美国福克斯新闻采访时质疑了北约的可靠性。他从盟国的角度出发,严厉地评价道:“我们从来不需要他们,我们也从未真正向他们寻求过任何东西。”尽管北约成员国在2001年9月11日恐怖袭击事件后确实向阿富汗派遣了一些部队支援美国,但这些士兵“一直待在后方,远前线稍远”。
特朗普的言论在国际社会引发了巨大的愤怒。除了2456名美国人外,还有1044名来自其他国家的北约士兵在阿富汗阵亡,其中包括59名德国人和457名英国人。曾两次代表英国军队在阿富汗服役的哈里王子就是其中之一。显然,他对特朗普贬低北约一事感到愤怒。
哈里王子通过发言人发表声明,谈到阿富汗时写道:“我曾在那里服役。我在那里结交了终生挚友。我也在那里失去了朋友。” 哈里王子随后强调了这场战争的深远影响。“成千上万人的生活从此改变。父母们埋葬了他们的儿女。孩子们失去了父母。时至今日,许多家庭仍然承受着这份沉重的负担。这些牺牲值得我们以真诚和尊重的态度去谈论,因为我们所有人都要团结一致,忠诚地捍卫外交与和平。”
特朗普曾多次对哈里王子及其妻子梅根发表尖锐的批评言论。这一次,他会进行报复吗?并非不可能。
哈里王子于2007/2008年首次在阿富汗服役。他在赫尔曼德省驻扎了十周。由于媒体报道曝光了他的行踪,引发了他和他所在部队的安全担忧,此次部署被迫提前结束。2012年,他再次以阿帕奇武装直升机副驾驶兼炮手的身份服役五个月,并于2013年初离开英国。
哈里王子后来经常强调,服役经历让他重新感受到作为王室成员生活中所缺失的正常生活和秩序感。在军队里,他不再是哈里王子,而只是“威尔士上尉”。他也多次谈到失去战友的痛苦。然而,他本人也引发了一些争议:在他的回忆录《备胎》(2023年出版)中,他写道,在第二次服役期间,他击毙了25名塔利班武装分子。他认为这些人是“棋子”,为了保护好人,他们被从棋盘上移除了。
Die umstrittene Äußerung von Donald Trump (79) zum Einsatz von Nato-Truppen in Afghanistan – sie empört auch ihn: Prinz Harry (41). In einem Statement macht er seinem Ärger über den US-Präsidenten Luft.
Auslöser für den royalen Konter: In einem Interview mit dem US-Sender „Fox News“ beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos hat Trump am Donnerstag die Verlässlichkeit der Nato infrage gestellt. Seine harte Bilanz aus der Sicht der Verbündeten: „Wir haben sie nie gebraucht, wir haben sie nie wirklich um irgendetwas gebeten.“ Die Nato-Partner hätten zwar ein paar Truppen zur Unterstützung der USA nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 nach Afghanistan geschickt. Dort hätten sich die Soldaten aber „zurückgehalten, ein wenig hinter den Frontlinien“.
Die internationale Empörung über das Trump-Statement – sie ist groß. Neben 2456 Amerikanern starben auch 1044 Nato-Soldaten aus anderen Nationen, darunter 59 Deutsche und 457 Briten. Einer, der für die Briten zweimal in Afghanistan stationiert war, ist Prinz Harry. (41). Und der ärgert sich offenbar mächtig über Trumps Nato-Abwatsch.
In einem Statement, das er über seinen Sprecher herausgab, schreibt der Prinz über Afghanistan: „Ich habe dort gedient. Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden. Und ich habe dort Freunde verloren.“ Dann unterstreicht Harry die bleibenden Auswirkungen des Krieges. „Tausende Leben wurden für immer verändert. Mütter und Väter begruben Söhne und Töchter. Kinder blieben ohne ein Elternteil zurück. Familien tragen bis heute die Last. Diese Opfer verdienen es, dass man wahrheitsgemäß und mit Respekt über sie spricht, während wir alle vereint und loyal zur Verteidigung von Diplomatie und Frieden stehen.“
Schon öfter gab es spitze bis kritische Kommentare von Trumpgegenüber Harry und seiner Frau Meghan (44). Ein Konter dieses Mal? Nicht ausgeschlossen.
Zum ersten Mal diente Harry 2007/ 2008 in Afghanistan. Zehn Wochen war er in der Provinz Helmand stationiert. Der Einsatz wurde vorzeitig beendet, nachdem Medienberichte seine Anwesenheit publik gemacht hatten und Sicherheitsbedenken für ihn und seine Einheit bestanden. 2012 kehrte er als Co-Pilot und Schütze eines Apache-Kampfhubschraubers für fünf Monate zurück, verließ das Land Anfang 2013.
Harry betonte später oft, dass der Militärdienst ihm eine Normalität und Struktur gab, die er im Leben als Mitglied des Königshauses vermisst hatte. In der Armee sei er nicht Prinz Harry gewesen, sondern einfach „Captain Wales“. Immer wieder sprach er auch davon, wie hart sich der Verlust von Kameraden anfühlte. Allerdings sorgte er auch selbst für eine Kontroverse: In seinen Memoiren „Spare“ (erschienen 2023) schrieb er, dass er während seines zweiten Einsatzes 25 Taliban-Kämpfer getötet habe. Er habe diese als „Schachfiguren“ betrachtet, die vom Brett genommen wurden, um gute Menschen zu schützen.